English Billards

1 Beschreibung

English Billiards wird von zwei Spielern oder Mannschaften gespielt und das Spiel kann folgendermassen zusammengefasst werden:

  1. Drei Bälle werden benötigt: eine durchgehend weiße für den einen Spieler oder Mannschaft, eine gepunktete weiße (mit zwei oder mehr schwarzen Punkten zur Unterscheidung) für den anderen Spieler oder Mannschaft, und eine Rote.
  2. Zählende Stösse in einer Aufnahme eines Spielers werden durch Pots, In-offs und Cannons, einzeln oder in Kombination, gemacht.
  3. Punkte, die durch zählende Stösse erzielt wurden, werden zu der Punktezahl des Strikers addiert.
  4. Strafpunkte durch FoulsoderMisses werden der gegnerischen Punktezahl hinzugezählt.
  5. Eine brauchbare Taktik während des gesamten Game ist es, beide Objektbälle imBaulk zu plazieren wenn der nächste Spieler in-hand ist, so dass er mit einem indirektenStoss versuchen muss, diese zu treffen.
  6. Der Gewinner eines Game ist jener Spieler bzw. jene Mannschaft
    1. welche(r) die meisten Punkte in der vereinbarten Zeit erzielt hat,
    2. welche(r) als erste(r) die vereinbarte Punkteanzahl erreicht hat,
    3. welchem(r) das Game zuerkannt wird,
    4. welchem das Game zugestanden wird.
  7. Der Gewinner eines Match ist der Spieler bzw. die Mannschaft, der (die) die meisten Games gewinnt, oder – wenn auf Gesamtpunkte gespielt wird – der (die) mit dem grössten Gesamtpunktestand.

2 Start des Game

Die Wahl des weißen Balles oder welche Seite das Spiel beginnt wird durch Stringing oder in einer gegenseitig vereinbarten Weise getroffen. Der Gewinner kann aus beiden Möglichkeiten wählen, wenn sich die Spieler nicht bereits gegenseitig geeinigt haben.

  1. Die Reihenfolge, die einmal festgelegt wurde, muss während eines Game bleiben.
  2. Die Rote wird auf dem Spot plaziert und der erste Spieler spielt aus in-hand. Das Game beginnt, wenn der Spielball auf dem Tisch plaziert und von der Queuespitze berührt wurde, entweder:
    1. indem ein Stoss gemacht wird, oder
    2. während der Spielball anvisiert wird.
  3. Wenn der falsche weiße Ball für den Eröffnungsstoss verwendet wird, ist dieser Stoss ungültig, und das Game muss mit dem korrekten Ball noch einmal begonnen werden. Nachdem das Game eröffnet wurde, liegt es in der Verantwortung des Spielers, mit dem korrekten weißen Ball zu spielen, auch wenn ihm der falsche weiße Ball vom Schiedsrichter gegeben wurde.

3 Spielverlauf

Die Spieler spielen abwechselnd oder in einer Reihenfolge, bis Punkte gemacht werden, in welchem Fall der Striker sein Break fortsetzt und entweder von der Position, in der der Spielball liegenbleibt oder, nach einem In-off oder Touching Ball, von in-hand weiterspielt.Wenn der Striker keine Punkte erzielt endet seine Aufnahme und der nächste Spieler spielt von der Position die liegenbleibt, oder von in-hand, wenn sein Spielball vom Tisch ist oder einen anderen Ball berührt. Nach einem Foul hat der nächste Spieler die zusätzliche Möglichkeit von in-hand zu spielen, mit beiden Objektbällen gespottet.

4 Scoring

Punkte werden wie folgt zuerkannt:

  1. Eine Cannon, potten der weißen und in-off Weiss zählt zwei Punkte.
  2. Ein Potten der Roten und In-off Rot zählt drei Punkte.
  3. Wenn mehr als ein Hazard oder eine Kombination von Hazard/s und Cannon in einem Stoss gemacht werden, werden alle gezählt.
  4. Wenn ein In-off mit einem Cannon kombiniert wird, soll der In-off zählen (gemeinsam mit dem Cannon)
    1. drei Punkte, wenn die Rote als Erste vom Spielball getroffen wurde,
    2. zwei Punkte, wenn der weiße Objektball zuerst getroffen wurde, oder
    3. zwei Punkte, wenn beide Objektbälle gleichzeitig getroffen wurden.

5 Ende einer Session und Game

  1. Am Ende einer jeder Zeitperiode für jede Session soll der Schiedsrichter TIME ansagen. Der Stoss, der noch gemacht wird, soll beendet werden, und die Punkte, die gemacht werden, werden der entsprechenden Seite addiert. Wenn weitere Sessions folgen, wird die Position aller Bälle vom Schiedsrichter vermessen und notiert, sodass die folgende Session von genau dort weitergespielt werden kann, wo unterbrochen wurde.
  2. Das Ende der letzten Session wie oben ist das Ende eines Game innerhalb einer bestimmten Zeitspanne.
  3. In einem Game oder Match, das auf ein Zeitlimit gespielt wird, ist es möglich, dass die Punkte am Ende der erlaubten Zeitspanne gleich sind, so dass die Regeln es ermöglichen, eine weitere Zeitperiode zu bestimmen, in welcher ein notwendiger tie-break gespielt werden kann.
  4. Wenn auf eine ausgemachte Punkteanzahl gespielt wird, ist das Ende eines Game erreicht, wenn ein Spieler die erforderliche Anzahl an Punkten erreicht oder überschritten hat. Nur die benötigten Punkte werden gezählt, jedoch soll der Spieler alle Punkte, die er erzielt hat, für sein Break vermerkt bekommen.

6 Spielen aus in-hand

Um aus in-hand zu spielen, muss der Spielball von einer Position innerhalb oder auf den Linien des „D“ gestossen werden, und

  1. der Schiedsrichter wird mitteilen, wenn er gefragt wird ob der Spielball korrekt plaziert ist (das ist, nicht ausserhalb der Linien des „D“).
  2. sollte die Queuespitze den Spielball berühren, während er im „D“ plaziert wird, und der Schiedsrichter der Meinung sein, dass der Striker dabei nicht versucht hat einen Stoss zu machen, so ist der Spielball nicht im Spiel.
  3. der Spielball muss aus dem Baulk gespielt werden. Wenn er einen Objektball trifft, der ausserhalb des Baulk liegt, so wird er als aus dem Baulk gespielt betrachtet, auch wenn er die Baulk-line nicht überquert hat.
  4. der Spielball muss eine Bande oder einen Ball ausserhalb des Baulk berühren, bevor er in den Baulk zurückkehren, dort zur Ruhe kommen oder dort einen Objektball treffen darf.
  5. der Spielball darf gegen eine Bande imBaulk gespielt werden, bevor er einen Ball ausserhalb des Baulk trifft.
  6. wenn ein Objektball imBaulk ist, darf kein Teil seiner Oberfläche direkt von in-hand gespielt werden, auch wenn dieser Teil seiner Oberfläche oberhalb der Baulk-line ist.

7 Ball auf der Baulk-Line

Der Schiedsrichter soll sagen, wenn er gefragt wird, ob ein Ball auf oder nahe der Baulk-line im Baulk oder ausserhalb des Baulk ist.

8 Das Spotten der Objektbälle

  1. Wenn die Rote versenkt wird oder vomTisch ist, wird sie auf dem Spot plaziert, oder
    1. wenn der Spot besetzt ist, wird sie auf den Pyramiden Spot gelegt.
    2. wenn der Spot und der Pyramiden Spot besetzt sind, dann auf den Center Spot.
  2. Wenn die Rote zweimal hintereinander in einem Break vom Spot oder vom Pyramiden Spot gepottet wird, jedoch nicht in Verbindung mit anderen Punkten, wird sie am Center Spot plaziert, oder
    1. wenn der Center Spot besetzt ist, am Pyramiden Spot.
    2. wenn der Center Spot und der Pyramiden Spot besetzt sind, auf dem Spot.
  3. Für fortgesetztes potten der Roten, nicht in Verbindung mit anderen Punkten, wird sie zweimal auf den Spot, danach einmal auf dem Center Spot, immer aufeinanderfolgend, aufgesetzt, wenn diese Spots nicht besetzt sind.
  4. Der Schiedsrichter soll den Striker, nach dessen Frage, darüber informieren, wieviele aufeinanderfolgendePots er vom selben Spot bereits gemacht hat.
  5. Ein Ball wird nicht als auf einem Spot betrachtet, wenn er nicht mit der Hand daraufgelegt wurde.
  6. Wenn ein anderer Ball einen Ball, der mit der Hand auf einem Spot plaziert wurde, berührt, so ist dieser gespottete Ball nicht mehr als solcher zu betrachten, auch wenn er sich nicht bewegt hat.
  7. Ein Spieler soll nicht für irgend einen Fehler, den der Schiedsrichter beim Spotten eines Objektballes gemacht hat, verantwortlich gemacht werden.

9 Beschränkung von Cannons

AufeinanderfolgendeCannons, nicht in Verbindung mit einem Hazard, sind auf 75 beschränkt.

  1. Nach 70 solcher Cannons soll der Schiedsrichter SIEBZIG CANNONS ansagen. Wenn der Schiedsrichter nach 70 Cannons auf diese Ansage vergisst, so darf der Striker noch fünf Cannons machen, nachdem der Schiedsrichter SIEBZIG CANNONS angesagt hat.
  2. Der Schiedsrichter soll den Striker, nach dessen Frage, darüber informieren, wieviele aufeinanderfolgende solcher Cannons er bereits gemacht hat.

10 Beschränkung von Hazards

AufeinanderfolgendeHazards, nicht in Verbindung mit einer Cannon, sind mit 15 Stössen beschränkt.

  1. Nach 10 solcher Hazards, soll der Schiedsrichter ZEHN HAZARDS ansagen. Wenn der Schiedsrichter nach 10 Hazards auf diese Ansage vergisst, so darf der Striker noch fünf Hazards machen, nachdem der Schiedsrichter ZEHN HAZARDS angesagt hat.
  2. Der Schiedsrichter soll den Striker, nach dessen Frage, darüber informieren, wieviele aufeinanderfolgende solcher Hazards er bereits gemacht hat.
  3. Wenn der Ball des Non-Strikers als Resultat des letzten Stosses desNon-Strikers vom Tisch ist, so soll er nach 15 solcher Hazards auf der Mitte der Baulk-line oder, wenn diese besetzt ist, auf der rechten Ecke des „D“, vom Fussende des Tisches gesehen, plaziert werden.

11 Ball am Rand einer Tasche

  1. Wenn ein Ball in eine Tasche fällt, ohne von einem anderen Ball getroffen worden zu sein und nicht Teil eines Stosses war, so soll er zurückgelegt werden und alle erzielten Punkte zählen.
  2. Wenn er von irgend einem Ball, der in den Stoss einbezogen war, getroffen hätte werden können
    1. ohne Verletzung dieser Regeln, werden alle Bälle wieder zurückgelegt und der Stoss wiederholt, oder der Striker kann einen beliebigen anderen Stoss nach seiner Wahl spielen.
    2. und dabei ein Foul verübt wird,werden alle Bälle zurückgelegt, und der nächste Spieler hat die nach einem Foul seines Gegners üblichen Möglichkeiten.
  3. Wenn ein Ball kurz auf der Kante einer Tasche balanciert, dann aber hineinfällt, so soll er zählen und nicht auf den Tisch zurückgelegt werden.

12 Bälle, die nicht vom Striker bewegt wurden

Wird ein Ball, in Bewegung oder stillstehend, von irgend etwas anderem als dem Striker gestört, so soll er vom Schiedsrichter dort wieder hingelegt werden, wo er entscheidet dass er war, oder wo er liegengeblieben wäre.

  1. Diese Regel schliesst die Fälle ein, dass ein anderer Umstand oder eine andere Person, nicht aber der Spielpartner des Strikers, diesen dazu bringt, einen Ball zu bewegen.
  2. Ein Spieler soll für eine Störung der Bälle durch den Schiedsrichter nicht bestraft werden.

13 Touching Ball

Wenn der Spielball des Strikers so liegenbleibt, dass er einen anderen Ball berührt, so soll die Rote auf den Spot gelegt werden, der Ball des Non-Strikers, wenn auf dem Tisch, wird auf den Center Spot gelegt, und der Striker spielt aus in-hand.

14 Fouls

Die folgenden Handlungen sind Fouls:

  1. das Stossen eines anderen als des Spielballes
  2. das mehrmalige Stossen des Spielballes,
  3. das Stossen während beide Füsse nicht auf den Boden sind,
  4. das Spielen wenn man nicht an der Reihe ist,
  5. das inkorrekte Spielen aus in-hand, auch beim Eröffnungsstoss,
  6. für das Stossen, bevor alle Bälle zum Stillstand gekommen sind,
  7. das Spielen eines JumpShot,
  8. für einen PushStroke,
  9. dafür, dass ein Ball vomTisch verursacht wird,
  10. mehr als 15 aufeinanderfolgende Hazards zu spielen,
  11. mehr als 75 aufeinanderfolgende Cannons zu spielen,
  12. einen Ball oder den ball-marker imSpiel zu berühren, anders als in der korrekten Ausübung einesStosses,
  13. für das Stossen, bevor der Schiedsrichter das Spotten eines Balles beenden konnte,
  14. das Verfehlen aller Objektbälle, anders als es in Regel 16 festgesetzt ist,
  15. das Besprechen mit dem Partner entgegen Regel 17, und
  16. das Spielen mit einem Queue der nicht dem Standard entspricht.

15 Handlung nach einem Foul

Wird ein Foul begangen, so soll der Schiedsrichter sofort FOUL ansagen.

  1. Wenn der Striker noch keinen Stoss gemacht hat, so endet sein Spielrecht sofort.
  2. Alle Punkte, die in einem Break erzielt wurden bevor auf Foul entschieden wurde, werden zuerkannt, aber nicht jene Punkte, die in einem auf Foul entschiedenen Stoss gemacht wurden.
  3. Alle Fouls ziehen eine Strafe von zwei Punkten nach sich, aber es soll nicht mehr als zwei Punkte in irgend einem Stoss geben. Zusätzlich hat der nächste Spieler die Option zu spielen
    1. von dort, wo die Bälle zum Stillstand gekommen sind, die Rote, wenn nicht korrekt gespottet, verbleibt wo sie ist, ausser, wenn vom Tisch, soll sie korrekt respottet werden,
      oder
    2. aus in-hand, Rot auf dem Spot und der weiße Objektball auf dem Center Spot.
  4. Wenn ein Foul vor dem nächsten Stoss weder vom Schiedsrichter angezeigt, noch vom Non- Striker erfolgreich reklamiert wurde, ist es verziehen.

16 Handlung nach einem Miss

Wenn ein Miss begangen wird, wenn der Strikerin-hand ist und kein Objektball ausserhalb des Baulk liegt, soll der Schiedsrichter MISS ansagen. Eine Strafe von zwei Punkten ist angezeigt, welche zu den Punkten des Gegners hinzugezählt wird. Jedes andere Miss ist ein Foul.

  1. Wenn der Striker an den Tisch kommt, in-hand ist und als Resultat des letzten Stosses des Non-Strikers kein Ball ausserhalb des Baulk liegt, wird ein direktes Versenken des Spielballes alsFoul angesehen und sein Gegner ist berechtigt, die Bälle aufgesetzt zu bekommen.
  2. Wenn der Striker jedoch in derselben Situation den flachen Teil von irgend einer Bande ausserhalb des Baulk spielt und der Spielball in Folge entweder unabsichtlich oder geplant in eine Tasche fällt, wird nur auf Miss und nicht auf Foul entschieden.

17 Billiards als Doppel

  1. Die Seite, welche den ersten Stoss macht, entscheiden die Gewinner des Stringing. Die Spielreihenfolge entscheidet sich dann durch den nächsten Spieler, und muss während des Games ohne änderung durchgehend beibehalten werden.
  2. Die Partner dürfen sich während eines Game besprechen, aber weder
    1. wenn einer der beiden der Striker und gerade am Tisch ist, noch
    2. nach dem ersten Stoss des Strikers bis zum Ende seines Breaks.

18 Die Verwendung zusätzlicher Ausrüstung

Sowohl das Plazieren als auch das Wegnehmen von irgend welcher Ausrüstung, die der Spieler am Tisch verwenden darf, liegt in seiner Verantwortung.

  1. Der Striker ist für alle Gegenstände verantwortlich, einschliesslich (aber nicht nur beschränkt auf) rests und spiders die er auf den Tisch bringt, egal ob es seine sind oder von ihm ausgeliehen wurden (ausser vom Schiedsrichter), und er wird für alle Fouls, die er beim Benutzen begeht, bestraft.
  2. Für Ausrüstungsgegenstände, die sich üblicherweise am Tisch befinden und von jemand anderem, auch dem Schiedsrichter, gebracht wurden, soll der Striker nicht verantwortlich sein. Sollte sich ein solcher Ausrüstungsgegenstand als fehlerhaft erweisen, und der Striker dadurch einen Ball berühren, so wird nicht auf Foul entschieden. Der Schiedsrichter wird, wenn notwendig, gemäss Regel 15 alle bewegten Bälle wieder zurücklegen und der Striker kann, wenn er im Break ist, dieses ohne Strafe fortsetzen.

19 Darstellungen, Auslegung

  1. Die in diesen Regeln und Definitionen benutzten Wörter, die Personen männlichen Geschlechts bezeichnen, sollen gleichermassen für Personen weiblichen Geschlechts gelten.
  2. Bei Körperbehinderten mögen die Umstände Regelanpassungen erfordern.
  3. Gibt es keinen Schiedsrichter, wie in Gemeinschaftsspielen üblich, so soll der gegnerische Spieler bzw. die gegnerische Mannschaft zur Anwendung dieser Regeln als solcher angesehen werden.

20 Die Spieler

20.1 Zeitverzögerung

Ist der Schiedsrichter der Meinung, dass sich ein Spieler für seinen Stoss oder die Auswahl eines Stosses ungewöhnlich viel Zeit in Anspruch nimmt, so soll er den betreffenden Spieler warnen, dass er dazu neigt, den Frame seinem Gegner zuzusprechen.

20.2 Unfaires Verhalten

Weigert sich ein Spieler ein Game fortzusetzen, oder ist sein Benehmen nach Meinung des Schiedsrichters absichtlich oder anhaltend unfair, einschliesslich wiederholter Zeitverzögerung nach einer Verwarnung gemäss Regel 1 wie oben beschrieben, oder benimmt er sich nicht gentlemanlike, so soll der Spieler das Game verlieren.

20.3 Strafe

Wenn ein Game auf diese Weise eingebüsst wird

  1. und es war zu entscheiden durch eine festgesetzte oder ausgemachte Anzahl von Punkten, verliert der Verursacher alle Punkte, die er erzielt hat, und der Gegner soll das Game mit der nötigen Anzahl von Punkten zu Null gewinnen, oder
  2. und es ging über einen festgesetzten oder ausgemachten Zeitraum, der Teil eines Matches war, so soll dieses Match verloren sein.

20.4 Der Non-Striker

DerNon-Striker soll, wenn der Striker am Tisch ist , vermeiden, dass er in der Sichtlinie des Strikers steht oder sich in dieser bewegt. Er muss in einem vernünftigen Abstand vom Tisch stehen oder sitzen.

20.5 Abwesenheit

Im Falle seiner Abwesenheit aus dem Raum darf der Non-Striker einen Stellvertreter ernennen, der seine Interessen überwacht und Fouls reklamiert wenn dies notwendig sein sollte. Diese Ernennung muss dem Schiedsrichter zur Kenntnis gebracht werden, bevor der Raum verlassen wird.

20.6 Aufgabe

Ein Spieler darf nur aufgeben, wenn er der Striker ist. Der Gegner kann die Aufgabe annehmen oder zurückweisen; diese wird gegenstandslos, wenn sich der Gegner dazu entschliesst, weiterzuspielen.

21 Die Offiziellen

21.1 Der Schiedsrichter

  1. Der Schiedsrichter soll
    1. der einzige Richter über faires und unfaires Spiel sein,
    2. die Freiheit haben, im Interesse eines fairen Spieles Entscheidungen in Situationen zu treffen, die durch Regeln nicht entsprechend abgedeckt sind,
    3. für die einwandfreie Durchführung des Games unter diesen Regeln verantwortlich sein,
    4. einschreiten, wenn er irgend eine Verletzung dieser Regeln sieht,
    5. jeden Ball nach vernünftig erscheinender Anfrage des Strikers reinigen.
  2. Der Schiedsrichter soll nicht
    1. auf irgend eine Frage antworten, die in den Regeln nicht genehmigt ist,
    2. einen Hinweis geben, dass ein Spieler gerade dabei ist ein Foul zu begehen,
    3. das Spiel betreffende Ratschläge oder Meinungen äussern, und ausserdem nicht
    4. Fragen beantworten, die sich auf die Punktedifferenz des Spielstandes beziehen.
  3. Hat der Schiedsrichter einen Vorfall nicht bemerkt, so kann er die Aussagen des Markers oder anderer Offizieller sowie von Zuschauern, welche die beste Sicht haben, zur Unterstützung seiner Entscheidung heranziehen.

21.2 Der Marker

Der Marker verwaltet den Spielstand auf der Anzeigetafel und unterstützt den Schiedsrichter bei der Ausübung seines Amtes. Er soll auch das Protokoll führen, wenn dies notwendig ist.

21.3 Der Protokollführer

Der Protokollführer soll eine Eintragung für jeden Stoss machen, der Fouls, Hazards und Cannons passend anzeigt, und wieviele Punkte jeder Spieler oder jede Partei gemacht haben. Er soll auch die Höhe der Breaksnotieren, sowie die Durchschnittspunkte pro Aufnahme nach Beendigung des Games errechnen.

21.4 Unterstützung durch Offizielle

  1. Auf Anfrage des Strikers soll der Schiedsrichter oder der Marker jede Lichtquelle, die den Striker an der Durchführung seines Stosses behindern, wegbewegen oder in einer geeigneten Position halten.
  2. Es ist dem Schiedsrichter oder dem Marker erlaubt, behinderten Spielern den Umständen entsprechend zu Hilfe zu kommen.

22 Definitionen

22.1 Game

Ein Game beinhaltet die Spielperiode vom ersten Stoss bis es beendet wird durch

  1. das Erreichen des Endes einer vorher festgelegten Zeitperiode.
  2. das Erreichen einer vorher festgelegten Punktezahl durch einen Spieler oder Mannschaft.
  3. Zuerkennung des Schiedsrichters.

22.2 Match

Ein Match ist eine ausgemachte oder festgesetzte Anzahl von Games.

22.3 Bälle

  1. Der Spielball ist der Ball des Strikers.
  2. Der andere weiße Ball und die Rote sind Objektbälle.

22.4 Stringing

Stringing ist, wenn beide Spieler (oder einer von jeder Seite) gemeinsam von der Baulk-linean irgend einer Seite des „D“ zur Kopfbande spielen, mit dem Ziel, den eigenen Ball näher an der Fußbande zu plazieren als dies der Gegner mit seinem Ball schafft.

22.5 Striker

Die Person, die im Begriff ist zu spielen oder im Spiel ist, ist der Striker, und bleibt es, bis der Schiedsrichter entscheidet, dass er den Tisch verlassen hat nachdem er an der Reihe war.

22.6 Stoss

  1. Ein Stoss ist ausgeführt, sobald der Striker mit dem Tip seines Queues den Spielball stösst.
  2. Ein Stoss ist korrekt, wenn keine Regel verletzt wurde.
  3. Ein Stoss ist so lange nicht beendet, bis alle Bälle zum Stillstand gekommen sind.
  4. Ein Stoss kann direkt oder indirekt ausgeführt werden, nämlich:
    1. Ein Stoss ist direkt, wenn der Spielball den Objektball trifft, ohne zuerst eine Bande zu treffen.
    2. Ein Stoss ist indirekt, wenn der Spielball eine oder mehrere Banden getroffen hat, bevor er den Objektball trifft.

    22.7 Pot

    Ein Pot ist, wenn ein Objektball, nach Kontakt mit einem anderen Ball und ohne dass irgend eine Regel verletzt wurde, in eine Tasche fällt. Einen Ball regelkonform zu versenken nennt man potten. EinPot ist auch bekannt als ein gewonnener Hazard.

    22.8 In-off

    Ein In-off ist, wenn der Spielball, nachdem er einen Objektball getroffen hat, und ohne Verletzung dieser Regeln, in eine Tasche fällt. Wenn beide Objektbälle getroffen wurden, ist der erste getroffene Objektball für den In-off entscheidend. Ein In-off ist auch bekannt als ein verlorener Hazard.

    22.9 Hazard

    Ein Hazard ist jeder zählende Stoss, der keine Cannon beinhaltet, und zwar:

    1. ein Pot,
    2. ein In-off,
    3. zwei Pots,
    4. ein Pot und ein In-off, oder
    5. zwei Pots und ein In-off.

    22.10 Cannon

    Eine Cannon ist, wenn, ohne Verletzung dieser Regeln, der Spielball beide Objektbälle während eines Stosses trifft.

    22.11 Break

    Ein Break ist die Anzahl von aufeinanderfolgenden zählenden Stössen eines Spielers in einer Aufnahme.

    22.12 In-hand

    1. Der Ball eines Spielers ist in-hand:
      1. vor dem Beginn jeden Games,
      2. nachdem er in eine Tasche gefallen ist, oder
      3. nachdem er vomTisch ist.
    2. Er bleibt in-hand bis:
      1. er regelkonform aus in-hand gespielt wurde,
      2. ein Foul verübt wird, während der Ball am Tisch ist, oder
      3. er gespottet wird.
    3. Zum Striker sagt man er ist in-hand, wenn der Spielball wie oben beschrieben in-hand ist.

    22.13 Ball im Spiel

    1. Der Ball eines Spielers ist imSpiel, wenn er nicht in-hand ist.
    2. Die Rote ist imSpiel, wenn sie gespottet wird und bleibt es, bis sie versenkt wird oder vom Tisch ist.

    22.14 Ball im Baulk

    Ein Ball ist im Baulk, wenn er auf der Baulk-line oder im Raum zwischen dieser Linie und der Fußbande zum Stillstand kommt.

    22.15 Ball vom Tisch

    Ein Ball wird vom Tisch bezeichnet, wenn er auf etwas anderem als dem Bett des Tisches oder in einer Tasche zur Ruhe kommt, oder vom Striker in die Hand genommen wird, während der Ball im Spiel ist.

    22.16 Miss

    Ein Miss ist, wenn der Spielball keinen Objektball trifft.

    22.17 Foul

    Ein Foul ist jegliche Verletzung dieser Regeln.

    22.18 Spot besetzt

    Ein Spot wird als besetzt bezeichnet, wenn ein Ball dort nicht aufgesetzt werden kann, ohne einen anderen zu berühren.

    22.19 Push Stroke

    Ein Push Stroke entsteht durch das Verweilen der Queuespitze auf dem Spielball, während

    1. der Spielball bereits seine Vorwärtsbewegung begonnen hat, oder
    2. dieser bereits einen Objektball berührt, ausgenommen, wenn der Spielball und ein Objektball sich fast berühren, sollte es nicht als Push Stroke betrachten werden, wenn der Spielball den Objektball beim Stoss so fein als möglich trifft.

    22.20 Jump Shot

    Ein Jump Shot liegt vor, wenn der Spielball über jegliche Teile eines Objektballes springt, egal ob er ihn berührt oder nicht, ausgenommen

    1. wenn der Spielball zuerst einen Objektball trifft, und dann über den anderen Ball springt.
    2. wenn der Spielball springt, dann einen Objektball trifft, aber nicht auf der abgewandten Seite dieses Balles landet.
    3. wenn, nach einem regelkonformen Stoss auf einen Objektball, der Spielball über diesen springt, nachdem er eine Bande oder einen anderen Ball getroffen hat.