Spezifikationen Pool

1. Höhe der Spielfläche

Soll zwischen 74,3cm und 78,7cm liegen.

2. Design

Es sollen keine scharfen Kanten oder Materialien vorkommen, die Verletzungen hervorrufen oder Kleider beschädigen können. Die Konstruktion sollte ausreichend sein, um den Tisch unter allen Spielbedingungen stabil und eben zu halten.

3. Platte

Die Stärke der Platte muß mindestens 25,4mm betragen (die WPA empfiehlt mindestens 38mm zur besseren Bespielbarkeit der Spielfläche) und die Spielfläche muß aufgrund ihrer Stärke und der Beschaffenheit des Tischrahmens so sein, daß eine maximale Abweichung von 0,5mm in der Längsachse und 0,25mm in der Querachse gewährleistet ist. Das spezifische Gewicht der Platte muß mindestens 2,082 sein (180 lbs/cft). Die Elastizität der Platte muß so beschaffen sein, daß eine Pool-Kugel mit einem Gewicht von 168g aus einer Höhe von 1,83m auf die Oberfläche der Platte fallen kann, ohne diese irgendwie zu beschädigen. Um die Erkennung eines bestimmten Plattenteils, welcher zu einem Set gehört, zu erleichtern, sollte die gesamte Oberfläche der Platte mit einem Bleistift durch einen willkürlich gezogenen kurvenreichen Strich markiert werden. Durch diesen Strich kann genau bestimmt werden, welcher Teil eines Plattensets an welche Stelle gehört. Die Kanten, wo die Platten zusammentreffen, müssen nach dem Ausrichten und Anheben bis auf 0,127mm eben sein. Turniertische müssen einen Plattensatz haben, der aus drei gleich großen Teilen besteht, mit einer hölzernen Leiste, die mindestens 20mm stark ist, welche unterhalb der Platte befestigt sein muß oder eine mindestens 10mm starke Holzleiste, die an den Seiten befestigt ist. Die äußeren Kanten der Holzleiste, die unterhalb der Platte befestigt ist, sollte bis auf 1,5mm eben an die äußere Kante des Plattenteils anliegen, an welchem das Tuch befestigt wird. Es wird empfohlen, daß die Platte mit drei Pins pro Plattenteil zusammengesteckt wird, um einen korrekten Sitz der einzelnen Plattenteile zu gewährleisten und um die Ebenheit an den Kanten zu erreichen an denen die Platten zusammentreffen. Die Plattenteile müssen an den Tischrahmen mit eingelassenen Schrauben oder Bolzen befestigt werden. Um eine bessere allgemeine Ebenheit zu erhalten, sollten die Plattenteile direkt auf dem Rahmen aufliegen. Wenn Platten benutzt werden, die nicht zusammengesteckt sind, kann es notwendig sein, die Plattenteile auch an den Kanten mittig zu befestigen. Nur vier Löcher für eingelassene Schrauben oder Bolzen sind auf der Spielfläche erlaubt und sie müssen auf deren Längslinie liegen, jeweils zwei Löcher gegenüber und nah beieinander an den Rändern der Plattenteile, wo die Plattenteile aufeinander treffen. Das Anbringen der verbleibenden Löcher für die eingelassenen Schrauben und Bolzen, die sich außerhalb der Spielfläche befinden, wird vom Tischhersteller vorgenommen.

Radius der Taschen in der Platte: Der Taschenradius beschreibt den Halbkreis der vertikalen Kante der Platte:

Ecktasche: 92,07mm

Mitteltasche: 69,85mm

Vertikale Kanten der Taschen in der Platte mit einem Radius von mehr als 92,07mm, aber mit einem Maximum von 106,36mm für Ecktaschen und einem Radius von mehr als 69,85mm, aber einem Maximum von 74,61mm für Mitteltaschen müssen von der WPA bestätigt werden, indem die Punkte angegeben werden, von welchen aus die Radien gemessen werden, die abgerundete Kante und die gesamte äußere Abmessung der Platte mit ihren Abweichungen.

Der Fallpunktradius ist der Radius der Kante oder die Rundung der Plattenkante. Der Radius der Taschenrundung, gemessen von der vertikalen Abrundung der Platte zur Spieloberfläche sollte sein:

3,17mm oder 6,35mm Radius

Empfohlene Taschenabrundung der Platte ist 6,35mm Radius (maschinengrundete Taschenkante).

Wenn die Abrundungen der Taschenkanten in der Platte einen Radius von 6,35mm haben, sollte die Tasche eines 4 ½ X 9 Fuß Tischs wie folgt beschaffen sein:

Bei einer Ecktasche mit einem Radius von 92,07mm muß der imaginäre Punkt, von welchem aus der Radius gemessen wird, der Schnittpunkt sein, der 69,786cm von der Längslinie und 133,286cm von der Querlinie entfernt liegt. Die Entfernung zwischen den zwei imaginären Punkten an der kurzen Bande, von welchen aus die Radien gemessen werden, muß 139,572cm betragen. Die Entfernung zwischen den zwei imaginären Punkten an der langen Bande, von welchen aus die Radien gemessen werden, muß 266,572cm betragen. Die Entfernung zwischen den imaginären Punkten, von welchen aus die Radien gemessen werden und der imaginären 90 Grad Ecke der Spielfläche innerhalb der Tasche sollte 88,9mm betragen, mit dem Messpunkt auf der Mittellinie der Ecktasche.

Bei einer Mitteltasche mit einem Radius von 69,85mm muß der imaginäre Punkt, von welchem aus der Radius gemessen wird, auf der Mittellinie liegen und auf der Mittellinie der Mitteltasche, 71,755cm entfernt von der Mitte der Spielfläche und der Abstand zwischen den zwei Punkten, von denen aus die Radien gemessen werden, muß 143,51cm sein. Die Entfernung zwischen dem imaginären Punkt, von dem aus der Radius gemessen wird und der gedachten Grenzlinie der Spielfläche an der Taschenöffnung muß 82,55mm betragen.

Wenn die Abrundungen der Taschenkanten in der Platte einen Radius von 3,17mm haben, sollte die Tasche eines 4 ½ X 9 Fuß Tischs wie folgt beschaffen sein:

Bei einer Ecktasche mit einem Radius von 92,07mm muß der imaginäre Punkt, von welchem aus der Radius gemessen wird, der Schnittpunkt sein, der 69,562cm von der Längslinie und 133,062cm von der Querlinie entfernt liegt. Die Entfernung zwischen den zwei imaginären Punkten an der kurzen Bande, von welchen aus die Radien gemessen werden, muß 139,124cm betragen. Die Entfernung zwischen den zwei imaginären Punkten an der langen Bande, von welchen aus die Radien gemessen werden, muß 266,124cm betragen. Die Entfernung zwischen den imaginären Punkten, von welchen aus die Radien gemessen werden und der imaginären 90 Grad Ecke der Spielfläche innerhalb der Tasche sollte 85,72mm betragen, mit dem Messpunkt auf der Mittellinie der Ecktasche.

Bei einer Mitteltasche mit einem Radius von 69,85mm muß der imaginäre Punkt, von welchem aus der Radius gemessen wird, auf der Mittellinie liegen und auf der Mittellinie der Mitteltasche, 71,437cm entfernt von der Mitte der Spielfläche und der Abstand zwischen den zwei Punkten, von denen aus die Radien gemessen werden, muß 142,874m sein. Die Entfernung zwischen dem imaginären Punkt, von dem aus der Radius gemessen wird und der gedachten Grenzlinie der Spielfläche an der Taschenöffnung muß 79,38mm betragen.

4. Spieloberfläche

Die Spieloberfläche muß rechteckig und symmetrisch sein, wenn man die Taschenkonfiguration mit einbezieht.

9-Fuß 2,54m (- 15mm) x 1,27m (- 15mm) (ohne Banden)

8-Fuß 2,34m (- 15mm) x 1,17m (- 15mm) (ohne Banden)

5. Plattenoberflächenvorbereitung

Bevor die überall eben gemachten, korrekt zusammengepaßten oder zusammengesteckten Plattenteile bezogen werden, muß die Spielfläche untersucht werden, um jegliche Unebenheiten und eventuelle Schäden durch Aufbewahrung, Transport und/oder Aufbau zu entdecken. Falls Unebenheiten entdeckt werden, die die Ebenheit der gesamten Platte beeinträchtigen, so müssen alle drei Plattenteile ausgetauscht werden. Um etwaigen Plattenablenkungen in der Plattenmitte entgegenzuwirken, sollten alle drei Plattenteile unterstützt werden, indem Hartholzunterlagen auf der Mitte der Querbalken des Rahmens aufgelegt werden, die sich jeweils an den Stellen befinden, wo die Platten zusammentreffen. Sobald eine Ebenheit der gesamten Spielfläche erreicht ist, müssen die Schnittstellen und etwaige kleine Kratzer ordentlich mit heißem Wachs, Plastikspachtel oder Gips gespachtelt werden. Sobald dies gut ausgehärtet ist, müssen die Spachtelstellen so glatt geschmirgelt werden, daß keine Unebenheiten auftreten. Um tiefe Kratzer oder kleinere Bruchstellen an den Kanten zu reparieren, muß Plastikspachtel mit speziellem Härtegrad verwendet werden. Um Löcher für gesenkte Schrauben oder Bolzen, die auf der Spielfläche erlaubt sind, zu spachteln, wird vorzugsweise Gips empfohlen. Ein schwer beschädigtes Plattenset, welches noch nach der Reparatur das Spiel auf dem fertiggestellten Tisch beeinflussen könnte, muß abgelehnt und erneuert werden.

6. Bandenspiegel und Bande

Die Bandenbreite muß zwischen 11,75cm und 19,05cm liegen, Gummibande inklusive. 18 Diamanten (oder 17 und ein Namensschild) sollen glatt auf der Bandenoberfläche befestigt sein mit:

317,5mm Entfernung von Diamant zu Diamant auf einem 9-Fuß Tisch.

292mm Entfernung von Diamant zu Diamant auf einem 8-Fuß Tisch.

Der Mittelpunkt eines jeden Diamanten sollte 93,7mm von der Bandennase entfernt plaziert sein. Die Diamanten können rund sein (zwischen 11mm und 13mm Durchmesser) oder die Form eines Rhombus haben (zwischen 28,5mm x 11mm und 32mm x 16mm). Jegliche Namensschilder und Zählwerke sollten eben sein zur Bandenoberfläche. Alle Bandenbolzen sollen so plaziert sein, daß wenn sie korrekt festgezogen sind, ein leiser und optimaler Rückprall der Kugel von jedem Punkt der Bande aus gewährleistet ist.

7. Höhe und Breite der Bande

Gummibanden sollten eine dreieckige Form haben und mit K66 oder K55 für Pool Profile geklebt sein und die bezogene Bande sollte eine Breite zwischen 48mm und 54mm haben, gemessen von der äußeren Kante der Bande bis zu deren Nase. Die Bandenhöhe (Bandennase bis Spieloberfläche) sollte 63½% (+-1) oder zwischen 62½% und 64½% des Durchmessers der Kugeln sein.

8. Gummibande

Die Wirksamkeit des Rückpralls sollte bei 41% (+-2) liegen, muß aber auch innerhalb der vorgeschriebenen Konsistenztoleranz pro Tisch sein, wenn mit Hilfe eines geschwindigkeitskontrollierenden Werkzeugs (Rampe oder Rutsche) getestet wird, indem eine neue, saubere und unpolierte Kugel normal ohne Seiteneffet in einem Winkel von 90 Grad gegen irgendeine Stelle der Bandennase auf einem bezogenen und ausgerichteten Tisch gerollt wird. Der Bandenteil, an welchem die Gummibande in einem Winkel von 60 Grad festgeklebt ist, sollte aus einer Hartholzkonstruktion bestehen und fest an der Tischplatte befestigt sein, um eine optimale Rückprallwirkung der Kugeln von der Bande zu erreichen. Die Gummibanden müssen dimensional konsistent sein und eine äußere Härte “A” von 40 (+-2) haben. Sie müssen aus dem gleichen Produktionsstoß sein und sollten die gleiche Rückprallwirksamkeit innerhalb der vorgeschriebenen Toleranzen haben.

Wenn eine Kugel senkrecht von einer Rampe auf eine Bande zugerollt wird und einen Weg von 150cm ab der Bandennase noch rollen würde, nun jedoch 60cm zurückkommt (effektive Rückprallentfernung), beträgt die Rückprallwirkung der Bande an diesem speziellen Punkt 40%. Der Unterschied zwischen der größten und kleinsten Rückprallentfernung, der auf einem Tisch festgestellt wird, darf nicht höher sein als 1 % der erprobten effektiven Rückprallentfernung bei 41% für den gesamten Tisch. Wenn die Rückprallwirkung an irgendeinem Punkt der Bande weniger ist als minimal vorgeschrieben (39%), müssen alle Banden mit einem schnelleren, von der WPA zugelassenen Tuch neu bezogen werden. Wenn die Rückprallwirkung an irgendeinem Punkt der Bande höher ist als maximal vorgeschrieben (43%), müssen alle Banden mit einem langsameren, von der WPA zugelassenen Tuch neu bezogen werden. Die Rückprallwirkung aller Banden auf einem Tisch muß jedoch immer innerhalb der vorgeschriebenen Grenzen (39%-43%) liegen, und muß außerdem mit den berechneten und erlaubten verschiedenen Toleranzen für Diskrepanzen übereinstimmen, die festgesetzt wurden aus der Differenz zwischen der kleinsten und größten gemessenen Rückprallentfernung. Um gültige Tests durchzuführen sollte die effektive Rückprallentfernung bei 39% mindestens 49,5cm und bei 43% mindestens 54,5cm betragen.

9. Taschenöffnungen und Maße

Nur einseitig bezogenes Gummi (minimal 1,6mm bis maximal 6,3mm dick) dürfen bei den Tascheneinläufen benutzt werden. Die von der WPA bevorzugte maximale Stärke für Facings ist 3,2mm. Die Facings müssen auf beiden Seiten der Tasche die gleiche Stärke haben. Facings müssen aus hart verstärktem Gummi sein, mit starker Verbindung zur Bande und dem Bandenspiegel, und entsprechend mit Tackern oder Nägeln an der Holzleiste befestigt werden, um ein Verrutschen zu vermeiden. Das Gummi der Facings sollte etwas härter sein als das der Banden.

Die Taschenöffnungen für Pooltische werden zwischen den gegenüberliegenden Bandennasen dort gemessen, wo die Richtung zur Tasche hin wechselt (von Bandenspitze zu Bandenspitze). Das wird “mouth” genannt.

Ecktaschen “mouth”: zwischen 114,3mm und 117,47mm

Mitteltaschen “mouth” zwischen 127mm und 130,17mm

  • Das “mouth” der Mitteltaschen ist traditionell 12,7mm größer als das “mouth” der Ecktaschen.

Vertikaler Winkel der Tasche (Back draft): 12°(-1) für maximale Taschenöffnungen und 15°(-1) für minimale Taschenöffnungen. 15°(+-1) wird für alle Taschenöffnungen bevorzugt.

Horizontaler Winkel der Tasche: Der Winkel muß derselbe sein auf beiden Seiten des Tascheneingangs. Der Winkel der Gummibanden und deren hölzernen Befestigungsleiste muß auf beiden Seiten des Eingangs der Ecktaschen 143°(-1) betragen. Der Winkel der Gummibanden und deren hölzernen Befestigungsleiste muß auf beiden Seiten des Eingangs der Mitteltaschen 105°(-1) betragen.

Shelf: Das “Shelf” wird von der Mitte der gedachten Linie, die von einer Seite des “mouths” zur anderen an den Bandenspitzen geht, bis zum vertikalen Schnitt der Tasche gemessen. Das “Shelf” beinhaltet die Abrundung im Loch (“bevel”).

Wenn der Radius der Abrundung 6,35mm ist:

Ecktaschen “Shelf”: zwischen 52,39mm und 57,69mm

Mitteltaschen “Shelf”: zwischen 11,95mm und 13,45mm

Wenn der Radius der Abrundung 3,17mm ist:

Ecktaschen “Shelf”: zwischen 48,68mm und 54,51mm

Mitteltaschen “Shelf”: zwischen 8,77mm und 10,27mm

10. Taschen Liner

Die Taschen Liner sollten aus lang haltbarem Plastik, Gummi oder Leder sein. Das Material aus dem die Liner gemacht sind, sollte die Kugeln oder Queues nicht verunreinigen können. Der obere Teil der Innenwand muß so beschaffen sein, daß wann immer eine Kugel am Rand zwischen Bande und Innenwand auftrifft, sie nach unten geleitet wird. Die Liner müssen eben sein zumindest zu den Facings. Falls Metallteile zur Befestigung benutzt werden, müssen sie versenkt werden, um die Kugeln nicht zu beschädigen.

11. Tiefe der Tasche

Gemessen von dem Mittelpunkt des Bogens des vertikalen Taschenschnitts bis zur Innenwand des Liners, wo die Kugel auftrifft:

Tiefe bei Eck- und Mitteltasche: 102mm minimal

12. Ballrücklauf und Taschen

Beide Varianten, Ballrücklauf oder Taschen, können benutzt werden, müssen aber so leise wie möglich sein. Taschen müssen ein Fassungsvermögen von mindestens 8 Kugeln haben. Ballrückläufe müssen ordentlich installiert werden, so daß versenkte Kugeln nicht auf die Spielfläche zurückspringen oder ganz vom Tisch springen können.

13. Tuch

Das Tuch muß ungerichtetes, haarfreies Billiardtuch sei, welches nicht fusselt. Es muß zusammengesetzt sein aus nicht weniger als 85% gekämmte und gewebte Wolle und nicht mehr als 15% Nylon. 100% gekämmte und gewebte Wolle für ein Tuch wird empfohlen. Nur das reine Tuch, ohne irgendwelche Gummibeschichtungen ist erlaubt. Nur die traditionellen Farben grün oder blau werden bei WPA Wettkämpfen anerkannt. “Electric blue” ist für TV-Produktionen zu bevorzugen.

14. Befestigung des Tuchs

Bevor die Platte mit dem Tuch bezogen wird, sollte ein Streifen Segeltuch (oder Billiardtuch) an die vertikalen Taschenrundungen der Platten und deren unterliegende Holzleiste geklebt werden. Das Tuch auf der Spielfläche muß so gezogen werden, daß es “ordentlich gespannt” ist, und es muß mechanisch an der sich unter der Platte befindende Holzleiste (mit Nägeln oder Klammern) befestigt werden mit einem maximalen Abstand von ca. 25mm von Klammermitte zu Klammermitte. Die Klammern oder Nägel müssen mindestens 9mm tief in die Holzleiste eindringen. Richtlinien für “ordentliche Spannung” sind wie folgt:

1. Die Länge des Tuchs sollte manuell so stark wie möglich gespannt werden und dann 6mm gelöst werden, um es dort festzumachen.
2. Die Breite des Tuchs sollte manuell so stark wie möglich gespannt werden und dann 3mm gelöst werden, um es dort festzumachen.

Wenn die Banden bezogen werden, muß das Tuch in der Längsrichtung glatt und gleichmäßig gespannt sein, auch nachdem die hintere Holzleiste eingekeilt wurde. Während das Tuch in der Längsrichtung gespannt sein sollte, muß es in der Querrichtung so lange gespannt werden, bis sich die Nase anfängt einzubuchten, um es dann festzumachen mit Klammern oder Nägeln, die einen maximalen Abstand von 25mm von Klammermitte zu Klammermitte haben und mindestens 9mm tief in das Holz eindringen. Bei den Öffnungen der Mitteltaschen müssen die Banden so bezogen werden, daß nur ein Minimum des Tuchs nach dem Falten über die Facings hinaussteht. Beim Falten des Tuchs muß größte Sorgfalt walten, so daß eventuelle versteckte Falten nicht die Kugeln vom Tisch springen lassen. Im Tuch an den Facings der Ecktaschen sind keinerlei Falten erlaubt.

15. Saubermachen des Tischs und der Kugeln

Die ganze Kreide (Kalziumkarbonat), die sich auf den Pomeranzen befindet, wird irgendwann einmal im Tuch und/oder auf dem Boden enden. Kosmetische Puder beinhalten Öle und sollten nicht benutzt werden, um das Queue besser rutschen zu lassen. Die Öle, die sich in diesen Pudern befinden, verunreinigen das Tuch, wenn die Hand dort aufgelegt wird und die Weiße, wenn der Spieler sie in die Hand nehmen darf.

“Aerosol” oder andere Sprühreiniger sind nicht erlaubt, um die Spielfläche oder die Banden zu reinigen. Eine weiche (Pferdehaar) Bürste, ein Tuchreiniger, der auch aus Billiardtuch besteht, oder ein borstenloser Staubsauger (mit einer rotierenden Bürste) sind empfohlene Geräte zur Reinigung des Tuchs und der Banden. Bürsten, die Borsten verlieren, sind nicht zu empfehlen.

16. Lampen

Die Spielfläche und die Banden müssen mindestens 520 lux Lichtstärke an jedem Punkt haben. Ein Schirm oder eine andere reflektierende Lichtquelle wird empfohlen, so daß die Mitte des Tischs nicht wahrnehmbar mehr Licht erhält als die Banden oder die Ecken. Wenn die Lichthalterung über dem Tisch zur Seite gehalten werden kann (Schiedsrichter), dann muß die Minimalhöhe der Lichtbefestigung nicht weniger als 100cm über der Spielfläche betragen. Wenn die Beleuchtung des Tischs nicht bewegbar ist, dann darf sie nicht tiefer als 165cm über der Spielfläche hängen. Die Stärke von jeglicher Lichtquelle, die auf die Spieler gerichtet ist, muß so beschaffen sein, daß sie die Spieler nicht blendet. Blendendes Licht beginnt bei 5000 lux bei Direkteinwirkung. Der Rest des Spielsaals (Zuschauersitze, etc.) sollte mit mindestens 50 lux beleuchtet sein.

17. Kugeln und Dreieck

Alle Kugeln müssen aus gegossenem Phenolharz sein, 57,15mm (+-0,127mm) im Durchmesser haben und 154gr bis 168gr wiegen. Die Kugeln sollten unpoliert und nicht gewachst sein. Die Kugeln sollten mit einem Handtuch oder einem sauberen, staubfreien Tuch gereinigt werden, sie können auch mit Wasser und Seife abgewaschen werden. Kugeln, die durch einem Fettfilm verschmutzt sind – weil sie mit einer Politur, einem Kunststoffreiniger und/oder mit Wachs behandelt wurden – müssen vor der Benutzung mit einem sauberen Tuch gereinigt werden, daß in Alkohol getränkt wurde (nicht mehr als 90% Brennspiritus).

Ein kompletter Satz von Poolbilliardkugeln besteht aus einem weißen Spielball und 15 farbigen, numerierten Kugeln. Die Objektkugeln sind klar und deutlich numeriert mit den Zahlen 1 bis 15. Jede Kugel hat ihre Zahl zweimal aufgedruckt, genau gegenüber angeordnet, eine Zahl der beiden verkehrt herum, in schwarzer Schrift auf einem runden weißen Hintergrund. Die Kugeln 1 bis 8 sind durchgehend in den folgenden Farben bemalt. Die Kugeln 9 bis 15 sind weiß mit einem farbigen Band in der Mitte der Kugel in folgender Farbe: : 9=gelb, 10=blau, 11=rot, 12=violett, 13=orange, 14=grün und 15=bordeauxrot. Die Zahlen 6 und 9 sind unterstrichen.

Es wird empfohlen, die Oberfläche der weißen Spielkugel mit zusätzlichen Lagen von durchsichtigem Härter zu verstärken.

Das hölzerne Dreieck wird zum Aufbau der Kugeln empfohlen, um sicherzustellen, daß alle Kugeln ordentlich aufgebaut sind und sich gegenseitig berühren. Beide Oberflächen des Dreiecks, die das Tuch berühren können, wenn es beim Aufbau der Kugeln hin- und herbewegt wird, müssen sehr glatt sein, damit dem Tuch an dieser Stelle keine Schäden zugefügt werden. Kunststoffdreiecke werden nicht empfohlen, sie sind flexibel und neigen dazu, sich zu verformen, so daß ein ordentlicher Aufbau damit sehr langwierig wenn nicht sogar unmöglich ist.

18. Queues

Queues, die bei WPA-Wettbewerben verwendet werden, müssen mit den folgenden Maßen übereinstimmen:

Länge des Queues: 101,6cm Minimum / Kein Maximum
Gewicht des Queues: Kein Minimum / 635gr Maximum
Stärke der Pomeranze: 9mm Minimum / 14mm Maximum

Die Pomeranze, die auf einem Queue benutzt wird, um einen korrekten Kopfstoß, Bogenstoß oder Jump-Shot auszuführen, muß entweder aus Leder oder synthetischem Leder bestehen. Die Spitze des Queues darf nicht aus Material sein, welches die Form der zu spielenden Kugel verkratzen oder sonstwie angreifen kann.

Die Ferrule des Queues darf nicht länger als 25,4mm sein, wenn sie aus Metall ist.

19. Hilfsqueue

Das Hilfsqueue, auch “Oma” genannt, ist ein Zubehör des Billiardtischs und besteht aus einem Holzstab, welcher an seinem Ende einen Kopf aufmontiert hat, um die Spitze des Spielqueues zu unterstützen. Dadurch wird die Brücke des Spielers ersetzt bei Stößen, die zu schwierig mit der Hand zu erreichen sind. Der Holzstab des Hilfqueues ist in seiner Form einem Queue sehr ähnlich. Der Kopf des Hilfsqueues hat Einbuchtungen oder Kerben, normalerweise in verschiedenen Höhen, in welchen die Spitze des Spielqueues gelegt wird. Die Kanten des Kopfes sollten abgerundet sein, um keine Kratzer in der Spitze des Spielqueues zu verursachen oder das Tuch nicht zu beschädigen.

20. Platz zwischen den Tischen

Bei WPA-genehmigten Turnieren ist ein Mindestabstand von 183cm zwischen den äußeren Ecken zu jedem Hindernis (Tisch, Stuhl, Bande, etc.) erforderlich.

Falls ein Tisch mit bereits ausgerichteter Platte bewegt werden muß, so darf er niemals an den vier Ecken angehoben werden. Wenn man den Tisch an den äußeren Ecken der kurzen Banden anhebt, drücken die beiden äußeren Plattenteile auf das mittlere, welches bedeuten kann, das diese bricht oder Teile an den Schnittstellen abbrechen oder einreißen aufgrund der konzentrierten Belastung, die auf die oberen Teile der Plattenkanten einwirkt.

21. Tische, die von der WPA anerkannt werden

Nur von der WPA anerkannte Tische können bei WPA-genehmigten oder anerkannten Veranstaltungen verwendet werden.

Quelle: WPA